Man kann nicht immer gewinnen - im Gegenteil. Man muss lernen gut mit Verlusten umzugehen, sowohl am Pokertisch, als auch im realen Leben. An erster Stelle steht immer ein gutes Spiel. Ein Sieg ist zwar schön, aber oft einfach eine logische Folge des guten Spiels.
Diese Haltung soll uns imponieren und inspirieren!
Man sollte nämlich zwischen dem inneren und dem äusseren Spiel unterscheiden: Jedes Spiel besteht aus zwei Teilen. Das äussere Spiel wird gegen einen Gegner gespielt, das innere Spiel hingegen findet im Denken des Spielers statt. Man spielt es gegen sich selbst.
Dabei kann man folgende Aspekte berücksichtigen:
ERSTENS: Die meisten Menschen versuchen, das äussere Spiel zu gewinnen.
Doch dabei gibt es immer viele Parameter, die sie nicht planen und beeinflussen können: Ein neuer Chef, neue Gesetze, Veränderungen beim Kunden, politische Entscheidungen, Wirtschaftliches, das Auftauchen eines neuen Mitbewerbers oder einfach zufällige Ereignisse. Und schon denkt man, man habe das äussere Spiel verloren. Wer dann an sich selbst zweifelt und mit der Niederlage hadert, dessen Selbstwertgefühl in den Keller sinkt, dessen Lust leidet, dessen Zweifel wachsen. Wer aber einfach sein Bestes gibt und damit das innere Spiel gewinnt, der kann gar nicht verlieren, selbst wenn es im sog. "äusseren Spiel" nicht ganz zum Sieg reicht.
ZWEITENS: Die meisten Menschen lassen sich an äusseren Faktoren messen: Umsatz, Ertrag, Titelgewinn, Projekterfolg, Kundenzufriedenheit, Lob und Anerkennung.
Aber diese Belohnungen erhalten wir nur für Siege im äusseren Spiel. Wer sich auf das innere Spiel konzentriert, macht sich unabhängig vom Schulterklopfen, dem Beifall oder der beissenden Kritik von anderen Menschen. Man gewinnt Motivation und Kraft für sich selber.
DRITTENS: Langfristig gewinnen wir, wenn wir locker bleiben.
Wenn Sie jetzt denken, dass es Ihrem Chef reichlich egal ist, ob Sie gerade Ihr inneres Spiel gewinnen, beachten Sie bitte, dass die Wahrscheinlichkeit das äussere Spiel zu gewinnen viel höher ist, wenn Sie auf Ihr inneres Spiel achten, also an Ihr Optimum gehen, an sich arbeiten, sich verbessern, ihr Bestes geben. Es hilft Ihnen locker zu bleiben, denn Sie bleiben prozessorientiert, anstatt zielorientiert zu verkrampfen.
Viel Erfolg dabei!
Samstag, 26. Dezember 2015
Mittwoch, 15. Juli 2015
Welchen Einfluss hat unsere AHV-Nummer darauf, wie viel wir für eine Flasche Wein ausgeben wollen?
In einer Studie mussten Versuchspersonen zunächst die letzten zwei Zahlen ihrer AHV-Nummer aufschreiben und danach angeben, wie viel sie für eine bestimmte Flasche Côtes du Rhône zu zahlen bereit waren. Leute, deren Sozialversicherungsnummer mit einer hohen Zahl endete (z.B. 80), waren bereit, mehr für die Flasche auszugeben, als Leute, deren Nummer mit einer niedrigen Zahl endete (z.B. 12).
Man spricht hier von einem Ankereffekt.
Die zufällig erhaltene Zahl liefert einen Ausgangspunkt, von dem aus man mit der Schätzung startet und sich dann überlegt, ob die gesuchte Zahl wohl tiefer oder höher liegt. Der Ausgangspunkt hat dann einen Einfluss auf die am Schluss erhaltene Zahl.
Bei Spendenaufrufen gemeinnütziger Organisationen werden oft Spendesummen vorgeschlagen. Es gibt oft mehrere Vorschläge zum Ankreuzen und zusätzlich ein freies Feld zum Eintragen einer anderen Summe. Auch wenn man keine vorgeschlagene Summe spendet, haben die Vorschläge oft einen Einfluss auf den schlussendlich gewählten Betrag im freien Feld.
Fazit:
Es macht also Sinn, bei Verhandlungen mit einem extremen Vorschlag einzusteigen.
Interessant, nicht wahr?
Quelle: www.gdi.ch
Man spricht hier von einem Ankereffekt.
Die zufällig erhaltene Zahl liefert einen Ausgangspunkt, von dem aus man mit der Schätzung startet und sich dann überlegt, ob die gesuchte Zahl wohl tiefer oder höher liegt. Der Ausgangspunkt hat dann einen Einfluss auf die am Schluss erhaltene Zahl.
Bei Spendenaufrufen gemeinnütziger Organisationen werden oft Spendesummen vorgeschlagen. Es gibt oft mehrere Vorschläge zum Ankreuzen und zusätzlich ein freies Feld zum Eintragen einer anderen Summe. Auch wenn man keine vorgeschlagene Summe spendet, haben die Vorschläge oft einen Einfluss auf den schlussendlich gewählten Betrag im freien Feld.
Fazit:
Es macht also Sinn, bei Verhandlungen mit einem extremen Vorschlag einzusteigen.
Interessant, nicht wahr?
Quelle: www.gdi.ch
Samstag, 13. Juni 2015
Ideen aus dem Coaching - Tun statt Sein
In einem Artikel, den ich vor kurzem auf einer Coaching-Seite gelesen habe, stand folgendes: ≪Wie so oft, auch im Coaching, es geht es ums "Tun", nicht ums "Sein". Manche Menschen konzentrieren sich mehr darauf, wer sie sind, statt auf das, was sie tun können um ihr Leben zu verändern. In jeder Sekunde, in der sie sich auf sich oder andere konzentrieren statt aufs Tun, vergeuden sie Zeit um besser zu werden oder sich weiter zu entwickeln.≫
Ganz oft konzentrieren sich die Spieler am Pokertisch nur auf sich selbst, auf ihre Karten und auf ihren Drink oder ihr Pokerface. Sie vergessen dabei oft, dass das eigentliche "Pokerspielen" gar nicht mehr so viel mit den Karten zu tun hat. Mein Lieblingsspruch am Advanced-Kurs ist noch immer ≪Hört auf, Karten zu spielen und beginnt, Poker zu spielen.≫
Konzentriert euch also in Zukunft etwas weniger aufs "Sein" und tut mehr - Raisen statt Callen, Folden statt Callen. Entscheidet euch für oder gegen etwas, aber hört auf, ein Mitläufer zu sein. Auch im Leben. ;-)
Inspiriert von mindgroup.ch
Ganz oft konzentrieren sich die Spieler am Pokertisch nur auf sich selbst, auf ihre Karten und auf ihren Drink oder ihr Pokerface. Sie vergessen dabei oft, dass das eigentliche "Pokerspielen" gar nicht mehr so viel mit den Karten zu tun hat. Mein Lieblingsspruch am Advanced-Kurs ist noch immer ≪Hört auf, Karten zu spielen und beginnt, Poker zu spielen.≫
Konzentriert euch also in Zukunft etwas weniger aufs "Sein" und tut mehr - Raisen statt Callen, Folden statt Callen. Entscheidet euch für oder gegen etwas, aber hört auf, ein Mitläufer zu sein. Auch im Leben. ;-)
Inspiriert von mindgroup.ch
Sonntag, 8. März 2015
Über Motivation, Teil II
Wissen Sie noch? Früher hat es enorm Spass gemacht, draussen zu sein und sich zu bewegen. Wir waren in der Badi, haben Fussball und Fangen gespielt, sind im Winter die Pisten runtergesaust und mit dem Mountainbike durch den Wald gefahren.
Wir merkten gar nicht, dass wir trainierten! Es ging nicht darum, Kalorien zu verbrennen oder Muskeln aufzubauen, nein, wir hatten einfach Freude an der Bewegung und am Frei-haben. Wann hat sich dieses Denken eigentlich verändert?
Jeder von uns kennt den inneren Schweinehund, der immer wieder die passenden Ausreden parat hat, um uns von unseren Vorhaben abzubringen. Also, was müssen wir ändern, um wieder Freude an der Bewegung zu finden und um unsere Motivation wieder zu wecken?
Die Lösung: Sehen Sie es wieder als ein Spiel an.
Alles, was als Kind so viel Spass gemacht hat, ist heute vielleicht noch genau so interessant! Man muss nur ein bisschen umdenken, das Kind in einem wieder hervor holen und das Vergnügen wieder in den Vordergrund stellen.
So und jetzt ab die Post, ziehen Sie sich was Bequemes an und laufen (oder gehen) Sie eine Runde durch den Wald! ;-)
Wir merkten gar nicht, dass wir trainierten! Es ging nicht darum, Kalorien zu verbrennen oder Muskeln aufzubauen, nein, wir hatten einfach Freude an der Bewegung und am Frei-haben. Wann hat sich dieses Denken eigentlich verändert?
Jeder von uns kennt den inneren Schweinehund, der immer wieder die passenden Ausreden parat hat, um uns von unseren Vorhaben abzubringen. Also, was müssen wir ändern, um wieder Freude an der Bewegung zu finden und um unsere Motivation wieder zu wecken?
Die Lösung: Sehen Sie es wieder als ein Spiel an.
Alles, was als Kind so viel Spass gemacht hat, ist heute vielleicht noch genau so interessant! Man muss nur ein bisschen umdenken, das Kind in einem wieder hervor holen und das Vergnügen wieder in den Vordergrund stellen.
So und jetzt ab die Post, ziehen Sie sich was Bequemes an und laufen (oder gehen) Sie eine Runde durch den Wald! ;-)
Mittwoch, 4. März 2015
Motivation? Bluffen Sie sich selbst! (Oder: Einbildung bildet!)
Kein Mensch ist immer top motiviert und voller Tatendrang. Leider.
Aber man kann sich helfen: Es gibt da einige ganz hervorragende «Motivations-Trigger», womit Sie ganz schnell wieder zu Ihrer gewohnten Form finden. Oder Sie steigern sich sogar darüber hinaus!
Tun Sie doch einfach mal so, als ob Sie Ihr gewünschtes Ziel schon erreicht hätten.
Bluffen Sie sich also quasi selber.
Allein das löst entsprechend zielgerichtete Handlungen aus und schon sind Sie wieder motiviert in Aktion. Viel Erfolg beim Ausprobieren!
Montag, 2. März 2015
Verspielte Menschen sind die besseren Partner
Was macht einen Menschen zum idealen Partner? Zürcher Forscher zeigen: Neben Freundlichkeit, Intelligenz und Humor ist auch Verspieltheit wichtig.
Quelle: 20min
Verspielte Menschen mögen Wortspiele, improvisieren gern und gehen leichtherzig an eine Herausforderung heran. Ausserdem erfreuen sie sich an ungewöhnlichen Dingen, setzen sich spielerisch mit anderen auseinander, necken gerne – und gestalten eine Situation so, dass sie selber und andere dabei unterhalten werden.
Wer das kann, hat bei der Partnersuche gute Karten, wie Forscher der Universität Zürich im «American Journal of Play»schreiben. Der Grund: Männer mit solchen Wesenszügen wirken auf Frauen nicht aggressiv. Verspielte Frauen wiederum wirken auf Männer besonders vital. Verspieltheit ist somit ein erwünschtes Merkmal in der sexuellen Selektion.
Quelle: 20min
Verspielte Menschen mögen Wortspiele, improvisieren gern und gehen leichtherzig an eine Herausforderung heran. Ausserdem erfreuen sie sich an ungewöhnlichen Dingen, setzen sich spielerisch mit anderen auseinander, necken gerne – und gestalten eine Situation so, dass sie selber und andere dabei unterhalten werden.
Wer das kann, hat bei der Partnersuche gute Karten, wie Forscher der Universität Zürich im «American Journal of Play»schreiben. Der Grund: Männer mit solchen Wesenszügen wirken auf Frauen nicht aggressiv. Verspielte Frauen wiederum wirken auf Männer besonders vital. Verspieltheit ist somit ein erwünschtes Merkmal in der sexuellen Selektion.
Wichtiger als gute Erbanlagen und ein Hochschulabschluss
Die Forschenden befragten für ihre Studie 327 junge Erwachsene aus Deutschland, der Schweiz und Österreich. Aufgabe der Testpersonen war es, in einer Liste mit 16 Eigenschaften jene anzugeben, die sie für einen künftigen Partner oder eine künftige Partnerin wünschenswert finden. Es zeigte sich, dass Männer und Frauen bei ihren Wünschen sehr gut übereinstimmten.
Die Forschenden befragten für ihre Studie 327 junge Erwachsene aus Deutschland, der Schweiz und Österreich. Aufgabe der Testpersonen war es, in einer Liste mit 16 Eigenschaften jene anzugeben, die sie für einen künftigen Partner oder eine künftige Partnerin wünschenswert finden. Es zeigte sich, dass Männer und Frauen bei ihren Wünschen sehr gut übereinstimmten.
Als wichtigste Wesenszüge wurden Freundlichkeit, Intelligenz und Humor angegeben, danach kam bereits die Verspieltheit. «Diese Persönlichkeitseigenschaft scheint somit ebenfalls wichtig für die Partnerwahl zu sein – wichtiger jedenfalls als ein Hochschulabschluss, gute Erbanlagen oder die Religion», wird Psychologe René Proyer in einer Mitteilung zitiert.
Weitere Analysen zeigen, dass jene Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich selbst als verspielt einstufen, am liebsten auch einen verspielten Partner oder eine verspielte Partnerin wählen.
Montag, 2. Februar 2015
Stillstand. Über Geduld und das Warten.
Das neue Jahr hat begonnen und wir haben uns viel vorgenommen. Doch jetzt ist plötzlich schon Februar und irgendwie will es nicht vorwärts gehen - kennen wir das nicht alle? Dass aktuelle Projekte ins Stocken geraten und man irgendwie nicht mehr weiss, wie es weiter gehen soll. Egal, was man versucht, es will nicht so recht klappen und man ist frustriert.
Ist es, weil wir die zündende Idee nicht haben? Fehlt es an Mut? Oder an Energie? Am Talent oder weil wir das Selbstvertrauen verloren haben?
Am Pokertisch kommt man oft in diese Situation. Man ist ganz gut ins Turnier gestartet, hat sich einen gesunden Chipstack aufgebaut und plötzlich gerät man in ein Loch. Man bekommt nur noch schlechte Karten und wenn sie mal einigermassen gut wären, gerät man an einen starken Gegner oder man verliert mit sehr guten Karten gegen die noch besseren. Was soll man denn jetzt tun?
Wir sind in einer Stillstandsphase angekommen. Das ist zwar im ersten Moment eine beunruhigende, aber trotzdem normale Erfahrung im Leben. Fast alle Menschen machen sie früher oder später durch, in fast in allen Lebensbereichen.
Aber wie könne wir es schaffen, wieder in Fahrt zu kommen und Wind unter die Flügel zu bekommen?
Stillstandsphasen sind ganz normal. Bei fast allem was wir tun, wechseln sich Fortschritt und Stillstand ab. Erfolg verläuft nie linear. Das Leben ist keine reine Aufwärtsbewegung.
Die Lösung: Wir müssen solche Phasen als willkommene Verschnaufpause ansehen und sie schätzen lernen. Sich nicht unter Druck setzen lassen, den Optimismus bewahren, warten und weiterhin beobachten und auf die Wende warten. Vielleicht mal etwas Neues ausprobieren (Variation) und wenn es nicht klappt, einfach wieder etwas warten und auf eine neue Chance hoffen.
Am Pokertisch ist es an einem Turnier oft so, dass die eigenen Chips nicht reichen, um mehrere verlustreiche Phasen zu überwinden. Aber auch wenn man endgültig aus dem Turnier fliegt, darf man nicht vergessen, objektiv zu bleiben: War es ein Spielfehler oder einfach nur Pech? War mein Gegner einfach besser, stand mir mein Ego im Weg und was kann das nächste Mal besser gemacht werden?
Ist es, weil wir die zündende Idee nicht haben? Fehlt es an Mut? Oder an Energie? Am Talent oder weil wir das Selbstvertrauen verloren haben?
Am Pokertisch kommt man oft in diese Situation. Man ist ganz gut ins Turnier gestartet, hat sich einen gesunden Chipstack aufgebaut und plötzlich gerät man in ein Loch. Man bekommt nur noch schlechte Karten und wenn sie mal einigermassen gut wären, gerät man an einen starken Gegner oder man verliert mit sehr guten Karten gegen die noch besseren. Was soll man denn jetzt tun?
Wir sind in einer Stillstandsphase angekommen. Das ist zwar im ersten Moment eine beunruhigende, aber trotzdem normale Erfahrung im Leben. Fast alle Menschen machen sie früher oder später durch, in fast in allen Lebensbereichen.
Aber wie könne wir es schaffen, wieder in Fahrt zu kommen und Wind unter die Flügel zu bekommen?
Stillstandsphasen sind ganz normal. Bei fast allem was wir tun, wechseln sich Fortschritt und Stillstand ab. Erfolg verläuft nie linear. Das Leben ist keine reine Aufwärtsbewegung.
Stillstand lässt sich am besten durch Variation überwinden.
Spitzensportler wissen, dass sich Ausdauer, Geschicklichkeit und Kraft nur verbessern lassen, wenn die Trainingsmethodik ausreichend und rechtzeitig variiert wird. Gute Trainer und Choaches sind Meister darin, die Techniken und Methoden rechtzeitig zu wechseln. Sie stimulieren den Trainierenden neu und setzen kluge Erholungsphasen.
Spitzensportler wissen, dass sich Ausdauer, Geschicklichkeit und Kraft nur verbessern lassen, wenn die Trainingsmethodik ausreichend und rechtzeitig variiert wird. Gute Trainer und Choaches sind Meister darin, die Techniken und Methoden rechtzeitig zu wechseln. Sie stimulieren den Trainierenden neu und setzen kluge Erholungsphasen.
Die Lösung: Wir müssen solche Phasen als willkommene Verschnaufpause ansehen und sie schätzen lernen. Sich nicht unter Druck setzen lassen, den Optimismus bewahren, warten und weiterhin beobachten und auf die Wende warten. Vielleicht mal etwas Neues ausprobieren (Variation) und wenn es nicht klappt, einfach wieder etwas warten und auf eine neue Chance hoffen.
Am Pokertisch ist es an einem Turnier oft so, dass die eigenen Chips nicht reichen, um mehrere verlustreiche Phasen zu überwinden. Aber auch wenn man endgültig aus dem Turnier fliegt, darf man nicht vergessen, objektiv zu bleiben: War es ein Spielfehler oder einfach nur Pech? War mein Gegner einfach besser, stand mir mein Ego im Weg und was kann das nächste Mal besser gemacht werden?
Ich wünsche euch viel Erfolg beim Überwinden der schwierigen Phasen!
Mittwoch, 21. Januar 2015
Haie füttern und neue Wege gehen!
Es gibt da die Geschichte vom Bahamas-Touristen, der einen "Feed the sharks"-Trip gebucht hatte. Nun ist Hai-Füttern ja wirklich keine Aktivität, die auf die leichte Schulter gekommen werden kann; es ist eine komplexe Herausforderung, wie man eine Gruppe hochgefährlicher Raubtiere so koordinieren kann, dass sie sich auf das Futter und nicht auf den Fütterer fokussieren.
Man schmeisst dabei also nicht einfach unkontrolliert Fleisch ins Wasser, was die Haie mit grosser Wahrscheinlichkeit in einen Blutrausch mit potenziell verheerenden Folgen versetzen würde. Nein, der "Feed the sharks"-Vorgang erfordert ein gutes Training und viel Know-how.
Haie verhalten sich dabei ein bisschen wie Hunde. Es herrscht eine Hierarchie untereinander, man merkt mit ein bisschen Beobachtung sehr rasch, welche Charaktere hier aufeinander treffen, wer von den Tieren das Alphatier ist und welcher Hai sich eher nur die kleinen, übrig gebliebenen Stücke schnappt.
Und somit ähnelt diese Situation auch derer am Pokertisch. Nicht umsonst nennen wir die guten Spieler "Haie" und die schlechten Spieler die "Fische". Eine gute Beobachtungsgabe sowie die daraus resultierende Intuition für Personen und Situationen ist ein grosses Thema, sowohl für unser Pokerspiel, als auch für das Geschäftsleben.
Wir leben in einer so komplexen Welt, dass wir alleine mit Intelligenz und Logik nicht immer weiterkommen. Wir müssen uns auch auf unser Bauchgefühl, unsere Intuition verlassen. Und desto besser Hirn und Bauch koordiniert sind, desto korrekter werden meine zukünftigen Entscheidungen sein.
Wie man das trainiert? Indem man sich total auf das Hier und Jetzt konzentriert. Acht Tipps:
1. Just do it
Wenn du Surfen lernen möchtest, kannst du x Bücher übers Surfen lesen, aber lernen wirst du es erst, wenn du dich aufs Brett stellst und dich ins Meer raus wagst. Aber im Business planen wir tage-, wochen- oder sogar monatelang die nächsten Schritte, nur um zu sehen, dass es dann sowieso wieder anders kommt, als gedacht. "Just do it" soll heissen, schon bevor die Planung abgeschlossen ist, die ersten Schritte zu wagen.
2. Wer kann mir helfen?
Man muss das Rad nicht neu erfinden, kann auf Bewährtes zurückgreifen und sich Hilfe holen. Erfolgreiche Pokerspieler haben sich alle irgendwann einen Coach genommen, das ist ganz normal und gehört dazu, um noch besser zu werden. Warum haben so viele Geschäftsmänner und -frauen das Gefühl, sie müssten alles alleine machen? Bevor ich einen Hai füttere, lasse ich mir auch zeigen, wie ich vorgehen soll.
3. Sei kreativ
Am MIT Media Lab wird das Wort "anti-disziplinär" verwendet, was soviel heisst wie das uns bekannte "think out of the box". Mach einfach mal etwas anders. Gestalte deine Aufsteh-Routine anders, nimm einen neuen Arbeitsweg, versuche, dein Marketing umzukrempeln. Geh neue Wege. Denn die Haie tun es auch - ganz intuitiv.
4. Baue dir dein Netzwerk auf
Früher konnte man einen Beruf erlernen, in dem man alt werden konnte. 45 Jahre bei einer Bank und danach in den wohlverdienten Ruhestand. Diese Zeiten sind vorbei. Heute ist es so, dass was wir vor 20 Jahren an der Uni gelernt haben, schon längst veraltet ist. Wir müssen immer up-to-date bleiben, uns weiterbilden und auf dem neusten Stand der Technik bleiben. Wie wir das schaffen? Indem wir ein gutes Netzwerk von Leuten haben, mit denen wir uns austauschen können und die uns - wenn mein Job in der Bank nicht mehr das ist, was ich erfüllen kann - etwas anderes anbieten können.
5. Komm aus deiner Komfortzone raus
Im Alltag fühlen wir uns sicher und beschützt, und wenn etwas Unvorhersehbares passiert, kann uns das ganz schön aus der Bahn werfen. Damit das nicht - oder weniger rasch - passiert, sollte man sich selbst immer mal wieder in eine Situation bringen, die einen aus seiner Komfortzone raus holt. Einer meiner Freunde hatte mal erzählt, dass er in ein einwöchiges Manager-Training geschickt wurde, das Leute, die im normalen Leben total am Anschlag liefen, durch reines Nichts-Tun so an ihre Grenzen gebracht hat, dass einige der Teilnehmer - gestandene Männer im besten Alter - weinend auf ihren Stühlen sassen. Wir lernen am besten, wenn wir in eine Extremsituation gebracht werden, wenig schlafen und viel leisten müssen. Und jetzt lass dir mal etwas einfallen und tue etwas, das dir eigentlich ein bisschen Angst macht.
6. Entspannt mit neuen Technologien umgehen
Neuer, noch besser, noch schneller - die Werbung suggeriert uns, wir müssten immer auf dem neusten Stand der Technik sein und alles verstehen, was so um uns vorgeht. Das kann uns ganz schön in Stress versetzen, da wir ja den Anschluss nicht verpassen möchten und vor unseren Freunden nicht als altmodisch dastehen möchten. Doch wir können unsere Ansicht ändern und uns hier einfach fragen: Wie kann mir die neue Technologie helfen, mein Leben noch besser und einfach zu gestalten? Die ganzen Gadgets sind nur Spielzeuge, die uns helfen können, es oft aber gar nicht tun. Manchmal ist es doch auch schön, einfach eine Idee oder einen Gedanken auf das gute alte Papier zu schreiben und nicht das neuste Notiz- oder Zeichnen-Tool auf dem Tablet zu benutzen. Nicht wahr?
7. Cool down and be happy
Wir sind besessen von Zielen. Bis Ende Jahr 100'000 auf dem Bankkonto haben, 5 Kilo in zwei Monaten abnehmen, 10 neue Kunden und eine halbe Million Umsatz bis Ende des Quartals und so weiter ... Dieses lineare Denken zwingt uns, ständig in der Zukunft zu leben, quasi ständig an das nächste Kuchenstück zu denken anstatt jenes zu geniessen, das ich jetzt gerade im Mund habe und es zu geniessen. Viele Menschen müssen hart arbeiten, um ihre Ziele zu erreichen und genau darum sollte man sich mal wieder zurückbesinnen, ins Hier und Jetzt. Das Ziel: Die eigene Leidenschaft für eine Tätigkeit wecken, indem man die eigene Selbstmotivation entdeckt. Die Antwort auf die Frage "Warum tue ich, was ich tue?" muss sein: "Weil ich es will!" Wenn ich merke, dass ich eigentlich für mich und nicht für meinen Chef arbeite, nur dann werde ich langfristig glücklich sein können in meinem Job.
8. Designe dein Leben ganz persönlich
Nur weil Steve Jobs das Studium abgebrochen hat, bedeutet das nicht, dass diese Lösung für alle passt. Ein Studium ist ganz toll und ich denke, dass es der Mehrheit von den Menschen hilft, danach einen Job zu finden, der gut zu ihnen passt. Aber nur weil es für die meisten passt, heisst das nicht, dass dieses Modell für mich stimmt. Ich habe mir meinen ganz persönlichen Tagesablauf geschaffen, indem ich auf mich selbst gehört habe. Da ich kein Morgenmensch bin, habe ich mich früh selbständig gemacht und ich stehe wenn möglich nie früher als um 8 Uhr morgens auf. Und auch als ich mit Mitte 20 wieder einen Job angenommen habe, war das als Croupier im Casino, da konnte ich jeden Tag ausschlafen und es war als Angestellte praktisch die beste Zeit meines Lebens.
Jeder sollte seinen eigenen Rahmen, seinen eigenen Lebensentwurf finden, wie er leben möchte. Die Welt ist zu komplex und wir Menschen sind zu unterschiedlich, als dass wir uns an allzu beschränkte Vorschriften halten könnten.
Und jetzt? Los! Und viel Spass.
Man schmeisst dabei also nicht einfach unkontrolliert Fleisch ins Wasser, was die Haie mit grosser Wahrscheinlichkeit in einen Blutrausch mit potenziell verheerenden Folgen versetzen würde. Nein, der "Feed the sharks"-Vorgang erfordert ein gutes Training und viel Know-how.
Haie verhalten sich dabei ein bisschen wie Hunde. Es herrscht eine Hierarchie untereinander, man merkt mit ein bisschen Beobachtung sehr rasch, welche Charaktere hier aufeinander treffen, wer von den Tieren das Alphatier ist und welcher Hai sich eher nur die kleinen, übrig gebliebenen Stücke schnappt.
Und somit ähnelt diese Situation auch derer am Pokertisch. Nicht umsonst nennen wir die guten Spieler "Haie" und die schlechten Spieler die "Fische". Eine gute Beobachtungsgabe sowie die daraus resultierende Intuition für Personen und Situationen ist ein grosses Thema, sowohl für unser Pokerspiel, als auch für das Geschäftsleben.
Wir leben in einer so komplexen Welt, dass wir alleine mit Intelligenz und Logik nicht immer weiterkommen. Wir müssen uns auch auf unser Bauchgefühl, unsere Intuition verlassen. Und desto besser Hirn und Bauch koordiniert sind, desto korrekter werden meine zukünftigen Entscheidungen sein.
Wie man das trainiert? Indem man sich total auf das Hier und Jetzt konzentriert. Acht Tipps:
1. Just do it
Wenn du Surfen lernen möchtest, kannst du x Bücher übers Surfen lesen, aber lernen wirst du es erst, wenn du dich aufs Brett stellst und dich ins Meer raus wagst. Aber im Business planen wir tage-, wochen- oder sogar monatelang die nächsten Schritte, nur um zu sehen, dass es dann sowieso wieder anders kommt, als gedacht. "Just do it" soll heissen, schon bevor die Planung abgeschlossen ist, die ersten Schritte zu wagen.
2. Wer kann mir helfen?
Man muss das Rad nicht neu erfinden, kann auf Bewährtes zurückgreifen und sich Hilfe holen. Erfolgreiche Pokerspieler haben sich alle irgendwann einen Coach genommen, das ist ganz normal und gehört dazu, um noch besser zu werden. Warum haben so viele Geschäftsmänner und -frauen das Gefühl, sie müssten alles alleine machen? Bevor ich einen Hai füttere, lasse ich mir auch zeigen, wie ich vorgehen soll.
3. Sei kreativ
Am MIT Media Lab wird das Wort "anti-disziplinär" verwendet, was soviel heisst wie das uns bekannte "think out of the box". Mach einfach mal etwas anders. Gestalte deine Aufsteh-Routine anders, nimm einen neuen Arbeitsweg, versuche, dein Marketing umzukrempeln. Geh neue Wege. Denn die Haie tun es auch - ganz intuitiv.
4. Baue dir dein Netzwerk auf
Früher konnte man einen Beruf erlernen, in dem man alt werden konnte. 45 Jahre bei einer Bank und danach in den wohlverdienten Ruhestand. Diese Zeiten sind vorbei. Heute ist es so, dass was wir vor 20 Jahren an der Uni gelernt haben, schon längst veraltet ist. Wir müssen immer up-to-date bleiben, uns weiterbilden und auf dem neusten Stand der Technik bleiben. Wie wir das schaffen? Indem wir ein gutes Netzwerk von Leuten haben, mit denen wir uns austauschen können und die uns - wenn mein Job in der Bank nicht mehr das ist, was ich erfüllen kann - etwas anderes anbieten können.
5. Komm aus deiner Komfortzone raus
Im Alltag fühlen wir uns sicher und beschützt, und wenn etwas Unvorhersehbares passiert, kann uns das ganz schön aus der Bahn werfen. Damit das nicht - oder weniger rasch - passiert, sollte man sich selbst immer mal wieder in eine Situation bringen, die einen aus seiner Komfortzone raus holt. Einer meiner Freunde hatte mal erzählt, dass er in ein einwöchiges Manager-Training geschickt wurde, das Leute, die im normalen Leben total am Anschlag liefen, durch reines Nichts-Tun so an ihre Grenzen gebracht hat, dass einige der Teilnehmer - gestandene Männer im besten Alter - weinend auf ihren Stühlen sassen. Wir lernen am besten, wenn wir in eine Extremsituation gebracht werden, wenig schlafen und viel leisten müssen. Und jetzt lass dir mal etwas einfallen und tue etwas, das dir eigentlich ein bisschen Angst macht.

6. Entspannt mit neuen Technologien umgehen
Neuer, noch besser, noch schneller - die Werbung suggeriert uns, wir müssten immer auf dem neusten Stand der Technik sein und alles verstehen, was so um uns vorgeht. Das kann uns ganz schön in Stress versetzen, da wir ja den Anschluss nicht verpassen möchten und vor unseren Freunden nicht als altmodisch dastehen möchten. Doch wir können unsere Ansicht ändern und uns hier einfach fragen: Wie kann mir die neue Technologie helfen, mein Leben noch besser und einfach zu gestalten? Die ganzen Gadgets sind nur Spielzeuge, die uns helfen können, es oft aber gar nicht tun. Manchmal ist es doch auch schön, einfach eine Idee oder einen Gedanken auf das gute alte Papier zu schreiben und nicht das neuste Notiz- oder Zeichnen-Tool auf dem Tablet zu benutzen. Nicht wahr?
7. Cool down and be happy
Wir sind besessen von Zielen. Bis Ende Jahr 100'000 auf dem Bankkonto haben, 5 Kilo in zwei Monaten abnehmen, 10 neue Kunden und eine halbe Million Umsatz bis Ende des Quartals und so weiter ... Dieses lineare Denken zwingt uns, ständig in der Zukunft zu leben, quasi ständig an das nächste Kuchenstück zu denken anstatt jenes zu geniessen, das ich jetzt gerade im Mund habe und es zu geniessen. Viele Menschen müssen hart arbeiten, um ihre Ziele zu erreichen und genau darum sollte man sich mal wieder zurückbesinnen, ins Hier und Jetzt. Das Ziel: Die eigene Leidenschaft für eine Tätigkeit wecken, indem man die eigene Selbstmotivation entdeckt. Die Antwort auf die Frage "Warum tue ich, was ich tue?" muss sein: "Weil ich es will!" Wenn ich merke, dass ich eigentlich für mich und nicht für meinen Chef arbeite, nur dann werde ich langfristig glücklich sein können in meinem Job.
8. Designe dein Leben ganz persönlich
Nur weil Steve Jobs das Studium abgebrochen hat, bedeutet das nicht, dass diese Lösung für alle passt. Ein Studium ist ganz toll und ich denke, dass es der Mehrheit von den Menschen hilft, danach einen Job zu finden, der gut zu ihnen passt. Aber nur weil es für die meisten passt, heisst das nicht, dass dieses Modell für mich stimmt. Ich habe mir meinen ganz persönlichen Tagesablauf geschaffen, indem ich auf mich selbst gehört habe. Da ich kein Morgenmensch bin, habe ich mich früh selbständig gemacht und ich stehe wenn möglich nie früher als um 8 Uhr morgens auf. Und auch als ich mit Mitte 20 wieder einen Job angenommen habe, war das als Croupier im Casino, da konnte ich jeden Tag ausschlafen und es war als Angestellte praktisch die beste Zeit meines Lebens.
Jeder sollte seinen eigenen Rahmen, seinen eigenen Lebensentwurf finden, wie er leben möchte. Die Welt ist zu komplex und wir Menschen sind zu unterschiedlich, als dass wir uns an allzu beschränkte Vorschriften halten könnten.
Und jetzt? Los! Und viel Spass.
Samstag, 3. Januar 2015
Kein Standard-Kundenevent
Das war wirklich kein Standard-Event! Sondern ein richtiges Erlebnis: Pokertische erwarteten die Gäste statt langweiliger Besprechungstische und ein fliegendes Buffet statt eines gewohnten 3-Gang-Menues. Und die Folge davon: Lachende, offene Gesichter, statt verkniffene Standard-Freundlichkeit.
Der Event-Verantwortliche, der diese Kundenveranstaltung für die 30 besten Kunden der Firma organisiert hatte, verzauberte ein Normalo-Unternehmen in ein Abenteuerland.
Alle waren begeistert. Und dies, weil der Event-Verantwortliche sich einfach gesagt hatte: "Wir sind ein cooles Team, also organisieren wir auch einen coolen und spannenden Event! Was für eine Chance!" Und er sorgte dafür, dass sich alle bestens amüsierten, auch jene, die eigentlich gar nicht spielen wollten.
Trauen Sie sich mal was, und denken Sie weiter!
Wer Pokern kann, kann mehr. Weiterlesen ...
Der Event-Verantwortliche, der diese Kundenveranstaltung für die 30 besten Kunden der Firma organisiert hatte, verzauberte ein Normalo-Unternehmen in ein Abenteuerland.
Alle waren begeistert. Und dies, weil der Event-Verantwortliche sich einfach gesagt hatte: "Wir sind ein cooles Team, also organisieren wir auch einen coolen und spannenden Event! Was für eine Chance!" Und er sorgte dafür, dass sich alle bestens amüsierten, auch jene, die eigentlich gar nicht spielen wollten.
Trauen Sie sich mal was, und denken Sie weiter!
Wer Pokern kann, kann mehr. Weiterlesen ...
Sonntag, 23. November 2014
Everything's a game! Machen Sie Ihren Alltag zur Spielwiese.
Jeden Tag haben wir Dutzende von Aufgaben zu bewältigen. Wir haken eine Arbeit nach der anderen auf unserer Pendenzenliste ab, nur um diese danach wieder mit neuen Tätigkeiten zu füllen. Und leider haben wir oft gar keine Wahl - Wir müssen morgens aufstehen, im Stau zur Arbeit fahren, tagsüber Mails beantworten, uns mit Kunden und Kollegen an Meetings treffen und so weiter und so weiter.
Aufgaben, die wir als Last wahrnehmen, nerven und ermüden uns. Aufgaben dagegen, die wir als Herausforderung sehen, beflügeln uns. Sie geben uns Energie, bringen uns in Bewegung. Ein himmelweiter Unterschied!
Es brauch einen Einstellungswechsel, um aus einer langweiligen Tätigkeit oder aus einer ungewünschten Situation eine Chance zu machen. Es liegt ganz alleine an uns selbst, was wir daraus machen - Warum also nicht jede einzelne Aufgabe als ein Spiel wahrnehmen? Wer spielt, widmet sich mit vollster Konzentration seiner Tätigkeit, und in den meisten Fällen macht Spielen auch Spass. Oder wurden Sie schon jemals zum Spielen gezwungen?
Geben Sie jeder Arbeit, jeder Tätigkeit eine Bedeutung, sehen Sie es als Level in einem Videospiel an, das wirkt fast immer. Viel Spass dabei!
Aufgaben, die wir als Last wahrnehmen, nerven und ermüden uns. Aufgaben dagegen, die wir als Herausforderung sehen, beflügeln uns. Sie geben uns Energie, bringen uns in Bewegung. Ein himmelweiter Unterschied!
Es brauch einen Einstellungswechsel, um aus einer langweiligen Tätigkeit oder aus einer ungewünschten Situation eine Chance zu machen. Es liegt ganz alleine an uns selbst, was wir daraus machen - Warum also nicht jede einzelne Aufgabe als ein Spiel wahrnehmen? Wer spielt, widmet sich mit vollster Konzentration seiner Tätigkeit, und in den meisten Fällen macht Spielen auch Spass. Oder wurden Sie schon jemals zum Spielen gezwungen?
Geben Sie jeder Arbeit, jeder Tätigkeit eine Bedeutung, sehen Sie es als Level in einem Videospiel an, das wirkt fast immer. Viel Spass dabei!
Sonntag, 26. Oktober 2014
Sich selbst positiv täuschen: Ziehen Sie sich gut an!
Dass Kleider Leute machen, wissen Sie aus eigener Erfahrung. Sie werden in der Modeboutique anders behandelt, wenn Sie im schicken Zweiteiler eintreffen, als wenn Sie in ausgefransten Jeans und T-Shirt die Mitarbeiterin nach einer Beratung fragen.
Dass wir uns allerdings selber positiv dadurch beeinflussen können, indem wir entsprechende Kleider tragen, und dass wir dadurch auch messbar bessere Erfolge schreiben, das war bis anhin weniger bekannt.
Kleider beeinflussen unser Aufmerksamkeitsvermögen stark. Forscher nennen das Phänomen, bei welchem die Kleidung unsere geistigen Fähigkeiten beeinflusst, «enclothed cognition», zu deutsch etwa: getragene Wahrnehmung.
Die Ergebnisse sind hochinteressant für Arbeitgeber: Welchen Einfluss hat die Kleidung auf das Verhalten der Mitarbeiter? Mit welchem Verhalten ist das Tragen von Berufskleidung verknüpft? Und wie kann die Kleidung optimal eingesetzt werden, um bevorzugtes Verhalten zu fördern?
Quelle: NZZ Blog "Kittel machen klug"
Dass wir uns allerdings selber positiv dadurch beeinflussen können, indem wir entsprechende Kleider tragen, und dass wir dadurch auch messbar bessere Erfolge schreiben, das war bis anhin weniger bekannt.
Kleider beeinflussen unser Aufmerksamkeitsvermögen stark. Forscher nennen das Phänomen, bei welchem die Kleidung unsere geistigen Fähigkeiten beeinflusst, «enclothed cognition», zu deutsch etwa: getragene Wahrnehmung.
Die Ergebnisse sind hochinteressant für Arbeitgeber: Welchen Einfluss hat die Kleidung auf das Verhalten der Mitarbeiter? Mit welchem Verhalten ist das Tragen von Berufskleidung verknüpft? Und wie kann die Kleidung optimal eingesetzt werden, um bevorzugtes Verhalten zu fördern?
Quelle: NZZ Blog "Kittel machen klug"
Dienstag, 21. Oktober 2014
Bluffen? - Manchmal ja.
Quelle: Tages Anzeiger vom 17.10.2014
Ehrlichkeit ist bisweilen fehl am Platz: Manche Leute legen es darauf an, angelogen zu werden.
Ein pensionierter ETH-Professor wird in Einsiedeln nicht eingebürgert, weil er beim persönlichen Gespräch mit der Einbürgerungskommission schlecht abgeschnitten hat. Er machte keinen Hehl daraus, dass er sich nicht im Übermass für seine unmittelbare Umgebung interessiert. Den Schweizer Pass wollte er nicht aus patriotischem Überschwang, sondern aus praktischen Überlegungen – und das sagte er im Gespräch auch offen (TA vom Mittwoch).
Das soziale Schmiermittel
Dass der Akademiker nach 39 Jahren offenbar ziemlich wenig weiss über seinen Wohnort, diesen Vorwurf muss er sich gefallen lassen. Vor allem aber hat er sich völlig verschätzt: In solchen Situationen ist nicht Ehrlichkeit gefragt, sondern Schmeichelei. «Die Schweiz ist das grossartigste Land, das ich mir vorstellen kann!» «Einsiedeln der beste Fleck auf Erden!» «Am liebsten würde ich für den Bezirksrat kandidieren!» Lieber eine glatte Lüge als eine borstige Wahrheit, heisst es in Ägypten. Diese Faustregel kann ohne weiteres auf die Schweiz übertragen werden.
Lügen sind das soziale Schmiermittel schlechthin. Die Forschung sagt, dass wir jeden Tag Dutzende Male flunkern, schleimen, heucheln und schweigen, weil wir unserem Gegenüber die volle Wahrheit nicht zutrauen. Das ist äusserst weise, denn die meisten Menschen können mit der ungeschminkten Meinung schlecht umgehen.
Wer beim Vorstellungsgespräch wahrheitsgetreu sagt, dass er sich für seinen potenziellen Arbeitgeber nur lauwarm interessiert, hat verloren. Wer in den Ferien dem Scootervermieter gesteht, dass er nur theoretisch weiss, wie man ein Töffli lenkt, wird sich zu Fuss über die Insel schleppen. Und wer beim Visaantrag für Nordkorea angibt, dass er zu Hause als Journalist arbeitet, ist selber schuld. In einigen Situationen ist Lügen sogar juristisch erlaubt: Wenn eine Frau in einem Vorstellungsgespräch gefragt wird, ob sie schwanger sei, muss sie nicht die Wahrheit sagen.
Die allzu Ehrlichen sind die Dummen, weil sie nicht erkennen, wie gerne die Menschen angelogen werden. Wie einfach das Täuschen manchmal ist, belegen unzählige Geschichten von Hochstaplern, die sich mit schicken Kleidern, geliehenen Autos und einem unerschütterlichen Selbstvertrauen in schwindelerregende gesellschaftliche Höhen zu mogeln vermögen. Vor einem Jahr erst ist ein Zürcher Betrüger aufgeflogen, der sich als Milliardär ausgegeben hatte. Er bestellte Businessjets, trat als brasilianischer Investor auf und war ein derart guter Geschichtenerzähler, dass ihm eine Frau ohne mit den Wimpern zu zucken 2000 Euro lieh, als er ihr sagte, dass er sein Portemonnaie verloren habe.
Die beste Lösung
Das Lügengebäude krachte schliesslich doch in sich zusammen, der Mann landete im Gefängnis, und damit wären wir bei der Moral der Geschichte: Wer wirklich klug ist, weiss, wo er mit Lügen aufhören sollte. Dem Partner etwas vorheucheln? Schlechte Idee. Die Polizei anlügen? Auch nicht so gut. Wenn es ans Eingemachte geht, werden wir früher oder später durchschaut – darum ist Ehrlichkeit im Zweifelsfall noch immer die beste Lösung, auch wenn man damit nicht Schweizer wird.
Ehrlichkeit ist bisweilen fehl am Platz: Manche Leute legen es darauf an, angelogen zu werden.
Ein pensionierter ETH-Professor wird in Einsiedeln nicht eingebürgert, weil er beim persönlichen Gespräch mit der Einbürgerungskommission schlecht abgeschnitten hat. Er machte keinen Hehl daraus, dass er sich nicht im Übermass für seine unmittelbare Umgebung interessiert. Den Schweizer Pass wollte er nicht aus patriotischem Überschwang, sondern aus praktischen Überlegungen – und das sagte er im Gespräch auch offen (TA vom Mittwoch).
Das soziale Schmiermittel
Dass der Akademiker nach 39 Jahren offenbar ziemlich wenig weiss über seinen Wohnort, diesen Vorwurf muss er sich gefallen lassen. Vor allem aber hat er sich völlig verschätzt: In solchen Situationen ist nicht Ehrlichkeit gefragt, sondern Schmeichelei. «Die Schweiz ist das grossartigste Land, das ich mir vorstellen kann!» «Einsiedeln der beste Fleck auf Erden!» «Am liebsten würde ich für den Bezirksrat kandidieren!» Lieber eine glatte Lüge als eine borstige Wahrheit, heisst es in Ägypten. Diese Faustregel kann ohne weiteres auf die Schweiz übertragen werden.
Lügen sind das soziale Schmiermittel schlechthin. Die Forschung sagt, dass wir jeden Tag Dutzende Male flunkern, schleimen, heucheln und schweigen, weil wir unserem Gegenüber die volle Wahrheit nicht zutrauen. Das ist äusserst weise, denn die meisten Menschen können mit der ungeschminkten Meinung schlecht umgehen.
Wer beim Vorstellungsgespräch wahrheitsgetreu sagt, dass er sich für seinen potenziellen Arbeitgeber nur lauwarm interessiert, hat verloren. Wer in den Ferien dem Scootervermieter gesteht, dass er nur theoretisch weiss, wie man ein Töffli lenkt, wird sich zu Fuss über die Insel schleppen. Und wer beim Visaantrag für Nordkorea angibt, dass er zu Hause als Journalist arbeitet, ist selber schuld. In einigen Situationen ist Lügen sogar juristisch erlaubt: Wenn eine Frau in einem Vorstellungsgespräch gefragt wird, ob sie schwanger sei, muss sie nicht die Wahrheit sagen.
Die allzu Ehrlichen sind die Dummen, weil sie nicht erkennen, wie gerne die Menschen angelogen werden. Wie einfach das Täuschen manchmal ist, belegen unzählige Geschichten von Hochstaplern, die sich mit schicken Kleidern, geliehenen Autos und einem unerschütterlichen Selbstvertrauen in schwindelerregende gesellschaftliche Höhen zu mogeln vermögen. Vor einem Jahr erst ist ein Zürcher Betrüger aufgeflogen, der sich als Milliardär ausgegeben hatte. Er bestellte Businessjets, trat als brasilianischer Investor auf und war ein derart guter Geschichtenerzähler, dass ihm eine Frau ohne mit den Wimpern zu zucken 2000 Euro lieh, als er ihr sagte, dass er sein Portemonnaie verloren habe.
Die beste Lösung
Das Lügengebäude krachte schliesslich doch in sich zusammen, der Mann landete im Gefängnis, und damit wären wir bei der Moral der Geschichte: Wer wirklich klug ist, weiss, wo er mit Lügen aufhören sollte. Dem Partner etwas vorheucheln? Schlechte Idee. Die Polizei anlügen? Auch nicht so gut. Wenn es ans Eingemachte geht, werden wir früher oder später durchschaut – darum ist Ehrlichkeit im Zweifelsfall noch immer die beste Lösung, auch wenn man damit nicht Schweizer wird.
Donnerstag, 18. September 2014
Der erste Schritt: Was ist dein Ziel?
Dein Ziel beim Pokerspielen? Geld, klar.
Aber im Business? Dazu habe ich soeben einen tollen Artikel von Förster & Kreuz gefunden. Der sagt in etwa folgendes:
Das alte Erfolgsmodell geht so:
Hart arbeiten. Viel Geld verdienen. Möglichst früh in Ruhestand gehen und dann all das machen, wofür man die letzten 40 Jahre keine Zeit hatte. Das Ziel liegt in der Zukunft.
Die neue Version geht anders:
Das Ziel liegt im Hier und Heute. Menschen arbeiten nicht, um irgendwann Freiheit von der Arbeit zu erlangen.
Sie wollen Freiheit in der Arbeit!
Wer das verstanden hat, zählt zu den Gewinnern im Wettbewerb um die besten Talente – egal in welcher Branche! Freiheit ist nichts, was man sich mit jahrelanger Fronarbeit „verdienen“ will. Sondern ein Menschenrecht im Hier und Jetzt.
Wenn ich also weiss, dass meine Mitarbeiter Freiheit möchten und nur dann gerne und motiviert zur Arbeit kommen, wenn sie gerade Lust haben, muss ich versuchen, sie auch nur dann einzusetzen. Dies - gekreuzt mit ein bisschen Termindruck (denn sonst kommt immer etwas dazwischen) - wird die Lösung sein. Probieren wir's!
Aber im Business? Dazu habe ich soeben einen tollen Artikel von Förster & Kreuz gefunden. Der sagt in etwa folgendes:
Das alte Erfolgsmodell geht so:
Hart arbeiten. Viel Geld verdienen. Möglichst früh in Ruhestand gehen und dann all das machen, wofür man die letzten 40 Jahre keine Zeit hatte. Das Ziel liegt in der Zukunft.
Die neue Version geht anders:
Das Ziel liegt im Hier und Heute. Menschen arbeiten nicht, um irgendwann Freiheit von der Arbeit zu erlangen.
Sie wollen Freiheit in der Arbeit!
Wer das verstanden hat, zählt zu den Gewinnern im Wettbewerb um die besten Talente – egal in welcher Branche! Freiheit ist nichts, was man sich mit jahrelanger Fronarbeit „verdienen“ will. Sondern ein Menschenrecht im Hier und Jetzt.
Wenn ich also weiss, dass meine Mitarbeiter Freiheit möchten und nur dann gerne und motiviert zur Arbeit kommen, wenn sie gerade Lust haben, muss ich versuchen, sie auch nur dann einzusetzen. Dies - gekreuzt mit ein bisschen Termindruck (denn sonst kommt immer etwas dazwischen) - wird die Lösung sein. Probieren wir's!
Samstag, 13. September 2014
Subtile Manipulation
Sie wollen andere überzeugen oder subtil manipulieren? Dann haben zwei Psychologen einen Tipp für Sie: Erschrecken Sie Ihr Gegenüber zuerst und beruhigen Sie es dann – denn diese emotionale Verwirrung senkt den Widerstand.
1. Die Foot-in-the-door-Technik: Erbitten Sie zunächst einen kleinen Gefallen, den der Andere praktisch nicht ausschlagen kann. Dann haben Sie den Fuß in der Tür. Nun rücken Sie mit dem wahren, größeren Anliegen heraus. Der Effekt: Das Gegenüber stimmt mit höherer Wahrscheinlichkeit zu.
2. Die door-in-the-face-Technik: Hier bitten Sie zunächst um einen großen, beinahe unverschämten Gefallen, den der Andere auf jeden Fall ausschlägt. Nun rücken Sie mit dem wahren, aber vergleichsweise bescheidenen Anliegen heraus.
3. Die low-ball-Technik: Machen Sie zunächst ein niedriges Angebot, das bestenfalls auf Zustimmung stößt. Ist das Interesse erst geweckt, können Sie im Anschluss einen höheren Preis durchsetzen.
4. Gespräch initiieren: Hier verwickeln Sie Verhandlungspartner zunächst in einen Dialog. Dadurch steigern Sie die Chancen auf eine Einigung – jedenfalls mehr, als wenn Sie vorher monologisieren.
5. Einen draufsetzen: Nennen Sie zunächst einen recht hohen Preis. Doch bevor Ihr Gegenüber etwas sagen kann, senken Sie den Preis geringfügig oder legen noch ein Geschenk obendrauf.
Das Kalkül hinter diesen rhetorischen Tricks ist klar. Der Gesprächspartner soll zu einer bestimmten Handlung bewegt werden – eine Handlung, die er ohne diese Tricks vielleicht nicht ausgeführt hätte. Nun haben die beiden polnischen Psychologen Dariusz Dolinski und Katarzyna Szczucka eine weitere Methode entwickelt, mit der Sie Ihre Mitmenschen manipulieren können.
Quelle: http://www.alltagsforschung.de/wie-sie-andere-ueberzeugen/
1. Die Foot-in-the-door-Technik: Erbitten Sie zunächst einen kleinen Gefallen, den der Andere praktisch nicht ausschlagen kann. Dann haben Sie den Fuß in der Tür. Nun rücken Sie mit dem wahren, größeren Anliegen heraus. Der Effekt: Das Gegenüber stimmt mit höherer Wahrscheinlichkeit zu.
2. Die door-in-the-face-Technik: Hier bitten Sie zunächst um einen großen, beinahe unverschämten Gefallen, den der Andere auf jeden Fall ausschlägt. Nun rücken Sie mit dem wahren, aber vergleichsweise bescheidenen Anliegen heraus.
3. Die low-ball-Technik: Machen Sie zunächst ein niedriges Angebot, das bestenfalls auf Zustimmung stößt. Ist das Interesse erst geweckt, können Sie im Anschluss einen höheren Preis durchsetzen.
4. Gespräch initiieren: Hier verwickeln Sie Verhandlungspartner zunächst in einen Dialog. Dadurch steigern Sie die Chancen auf eine Einigung – jedenfalls mehr, als wenn Sie vorher monologisieren.
5. Einen draufsetzen: Nennen Sie zunächst einen recht hohen Preis. Doch bevor Ihr Gegenüber etwas sagen kann, senken Sie den Preis geringfügig oder legen noch ein Geschenk obendrauf.
Das Kalkül hinter diesen rhetorischen Tricks ist klar. Der Gesprächspartner soll zu einer bestimmten Handlung bewegt werden – eine Handlung, die er ohne diese Tricks vielleicht nicht ausgeführt hätte. Nun haben die beiden polnischen Psychologen Dariusz Dolinski und Katarzyna Szczucka eine weitere Methode entwickelt, mit der Sie Ihre Mitmenschen manipulieren können.
Quelle: http://www.alltagsforschung.de/wie-sie-andere-ueberzeugen/
Freitag, 27. Dezember 2013
Nicht immer bedeutet Folden = Aufgeben
Der Philosoph Robert Goodin schrieb: "Gewinner geben ständig auf", mit dem Anhang: "Sie tun es im richtigen Moment".
Das genau ist die Kunst des Aufgebens, des Foldens. Zu wissen, wann es aufzuhören oder etwas zu beenden gilt.
Wenn meine Teilnehmer in den Pokerkursen sagen: "Ich möchte aber nicht aufgeben, das würde ja Schwäche zeigen!" antworte ich mit: "Das Gegenteil ist der Fall: es ist sogar sehr stark, wenn man erkennt, dass man geschlagen ist und sich zurückzieht. Denn nur kann kann man sich auf den nächsten 'Kampf', die nächste Runde vorbereiten." Und für die ganz hartnäckigen: "Sieh es nicht als Aufgeben an. Schaue deinem Gegner in die Augen, währenddessen du deine Karten foldest, und denk dabei 'dein Geld hole ich mir später noch!'."
Donnerstag, 26. Dezember 2013
Ein Pyrrhus-Sieg
König Pyrrhus zog für die Griechen in den Krieg gegen die Römer. Es gelang ihm ein grosser Sieg bei Asculum im heutigen Süditalien. Aber der Sieg kostete ihn so viele Männer, dass er gesagt haben soll: "Noch so ein Sieg, und wir sind verloren!"
In unserem heutigen Sprachgebrauch beschreibt ein "Pyrrhus-Sieg" einen Erfolg mit erheblichen Verlusten - einen Sieg der einer Niederlage gleichkommt.
Fazit: Nicht immer ist ein Sieg ein wirklicher Erfolg. Wenn dein Ziel nicht erreicht wurde oder dein Erfolg mit grossen Nachteilen für andere einher geht, wirst du zukünftig nicht immer Freude daran haben oder aufpassen müssen, dass dir keiner den Erfolg verübelt und böse mitspielt.
Ein Beispiel aus der PokerAcademy.ch-Praxis:
Ich organisiere seit Jahren Pokerevents für Firmen. Nun empfehle ich ganz oft Veranstaltungsorte an meine Kunden, also Hotels und Restaurants, wo diese Pokernights stattfinden könnten. Und ich verlange keine Vermittlungsgebühr. Nie. Jeder Eventverantwortliche wird mich jetzt einen Ignoranten schimpfen, dass ich nicht jedes Mal mindestens 100 Franken verdiene, wenn ich eine Location empfehle.
Doch was würde das für mich bedeuten? Ja, Geld, natürlich. Doch ich weise die Restaurants lieber explizit drauf hin, dass ich keine Gebühr verlange, was mir kurzfristig zwar kein Geld (keinen Gewinn), aber langfristig mehr bringt: Erstens sind mir die F&B-Manager vor Ort wohlgesinnt, zweitens kommt der Kunde besser weg, weil er ggf. keine oder weniger Raummiete bezahlen muss und die Mitarbeiter im Service vielleicht besser gelaunt sein werden, da ihr Chef auch gut gelaunt ist, da er mehr Umsatz macht. Langfristig gesehen (und jetzt, nach über sieben Jahren merke ich es, endlich) bringt mir dieses Wohlwollen sogar direkt Aufträge von den Hotels und Restaurants, die mich weiterempfehlen.
Na, wenn das kein Sieg ist?
Oder ein anderes Beispiel, aus der Sicht des Pokerspielers:
Ein guter Freund von mir, Andreas, der sich als Profipokerspieler versuchte - und es auch geschafft hat. Aber zu welchem Preis? Stunden- und tagelanges Brüten vor dem Computer, Lesen von neusten Strategieartikeln, Gegneranalyse und Bankrollmanagement. Das Geld stimmte: die Bankroll wuchs und das Bankkonto füllte sich. Nebenbei wurden allerdings Familie, Freunde und sonstige soziale Aktivitäten fast komplett vergessen. Durch fehlenden Sport wurde der Körper schlaff und mit ihm auch bald der Geist. "Mens sana in corpore sano" (lat. „ein gesunder Geist in einem gesunden Körper“). Ob es das Wert war? Nun, es war sicher eine Erfahrung. Und jetzt arbeitet er wieder, etwas ... nun "Normales". :)
Seid euch immer bewusst, was ihr erreichen wollt und warum. Und zu welchem Preis.
Erster Post
Dieser Blog wird eine kleine Ideensammlung zum Thema "Business Poker" werden, mit allen möglichen Themen, von denen ich denke, dass sie damit zusammenhängen könnten.
Es wird kein Gewähr auf Richtigkeit und Vollständigkeit gegeben, genausowenig wie ich die Haftung für Ideenklau ausschliessen kann. :)
Viel Spass, trotzdem.
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